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Montag, 17. Mai 2010

internationaler tag gegen homophobie.







weil heute der internationale tag gegen homophobie gefeiert wird und so eine sache unbedingt unterstützt werden muss, zeigen wir voller freude diese wunderschönen powerpaare, die fürs vice-magazin posiert haben. wer hinter den spannenden gesichtern steckt und wer sich sonst noch ablichten liess erfahrt ihr hier.

Kommentare:

pd hat gesagt…

Tag des Dies und Tag des Das, manchmal nötig und manchmal nicht . . .
Werden dabei nicht Schubladen, Klischees geschaffen?
Gibt's eigentlich den "Tag des Individuums"?

noêlle hat gesagt…

oh..jö-echt?
mir ist momentan so nicht danach:(
aber ja..vielleicht sollt ich weitermachen...

Anonym hat gesagt…

das letzte paar sieht extrem nach mutter und tochter aus.

Anonym hat gesagt…

Das soll wohl ein Witz sein! Vier der sechs Paare sind in ihrer Gestik und im Kleidungsstil symbolisch wie Heteros inszeniert... wenn das nicht verinnerlichte Homophobie hoch zehn ist!
Wie zwanghaft ist das denn...kommen Lesben nie von diesem Butch-Femme-Schwachsinn weg?
Wie wäre es, mal über die verinnerlichte Homophobie bei "Homos" zu diskutieren, oder sind die nicht angreifbar?

Frauenzimmer hat gesagt…

schade dass die bilder so was bei dir auslösen, ich find sie total schön, gerade weil es reale paare sind. aber ja, klar kann man sich drüber streiten, ob wir gewisse vorurteile unbewusst bestätigen. ich denke allerdings, eher die kategorien "butch femme" sind diskriminierendes schubladendenken. für mich zeigen diese bilder eher die diversen stile innerhalb des lebenkults, die genau diese ständigen "butch-femme"-kategorien sprengen.

Anonym hat gesagt…

wenn man kaffee und milch mischt, dann bleibt es immer noch Kaffee und Milch...

Für mich sind diese Fotos übelste Anbiederung bei den Heteros- Subtext: akzeptiert uns (die Gestörten), wir sind doch so wie ihr und machen euren verlogenen Mann-Frau-Rollen-Schwachsinn sogar nach.

Die Fotos von den Schwulen gehen noch so gerade, ein paar sind ok, bei anderen hat man den Eindruck, dass sie sich dafür trotzdem irgendwie schämen.

was mir bei Homos generell auffällt- es muss immer irgendwie inszeniert werden, wie ein schlechtes Theaterstück- Ziel ist die Abgrenzung...

Beim Theater ist es dasselbe- ein Hort von (meist ungeouteten) Schwulen und auch teilweise Lesben. Die Möglichkeit mit den Geschlechterrollen zu spielen und mal die Rolle zu wechseln zieht diese Menschen an. Aber es wird trotzdem weiter brav die Heterosexualität inszeniert, auch wenn Regisseur, Schriftsteller und Schauspieler sämtlich schwul sind.

Das ist doch die reinste Schizophrenie...

Frauenzimmer hat gesagt…

zum theater innerhalb des theaters kann ich mich leider nicht äussern, da hab ich keine verbindungen zu.
ich kann nur nochmals betonen, dass diese paare für mich genau meine queere lebensphilosophie vertreten. die transversale bewegung innerhalb der geschlechtergrenze, die tatsache, das geschlecht meiner meinung nach rein performativ ist und deshalb dazu einlädt oder gar auffordert, mit solchen kategorien zu spielen. weil ein mädchen sich für kurzes haar und burschikise kleidung entscheided bedeutet das nicht, dass sie auch charakterlich butch ist und somit heteronormativ agiert. das ist quatsch, im gegenteil, diese frauen zelebrieren die möglichkeit zur wahl, siech zu kleiden, zu verhalten und zu lieben, wie sich gerade fühlen.

ich sehe die abgrenzung eher weichen, da auch immer mehr heterosexuelle bewust mit ihren äusseren und heteronormativen eigenschaften spielen.
bloss weil eine neue generation an lesbischen frauen solche paare kritisiert werde ich nicht zwanghaft feminin sein, um ja keine vorurteile zu bestätigen. ich bin frei in dem was ich tu.